Kommunikation mit Angehörigen in der Pflege

Angehöriger zu Besuch bei pflegebedürftiger Seniorin

Als Pflegekraft eines pflegebedürftigen Menschen trittst Du immer auch in Kontakt mit den jeweiligen Angehörigen. Durch eine empathische Kommunikation mit klaren Informationen kannst Du dafür sorgen, dass die Angehörigen Dir vertrauen und sich mit Dir und Deiner Arbeit sicher fühlen. Somit stellt die Angehörigenkommunikation in der Pflege den Schlüssel für eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit dar.

In diesem Artikel erfährst Du, warum eine gute Kommunikation mit Angehörigen in der Pflege so wichtig ist, welche typischen Kommunikationsfehler auftreten können und wie die Kommunikation mit Angehörigen im Pflegealltag optimal gelingt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine gute Kommunikation im Pflegealltag gibt Angehörigen Sicherheit und Vertrauen.
  • Die Gründe für Kommunikationsfehler können Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und emotionale Belastungen sein.
  • Die Grundlage einer erfolgreichen Kommunikation bildet ein freundlicher, ehrlicher und respektvoller Umgang mit Angehörigen.
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Inhaltsverzeichnis

Warum ist eine gute Kommunikation mit Angehörigen in der Pflege so wichtig?

Als Pflegekraft in Deutschland übernimmst Du eine sehr wichtige Aufgabe, die mit Verantwortung einhergeht. Da Du in das Zuhause einer pflegebedürftigen Person einziehst und somit zum Teil des Alltages wirst, ist es auch für die Angehörigen sehr wichtig, dass sie Dir vertrauen können und über den Zustand der pflegebedürftigen Person Bescheid wissen – das gibt ihnen Sicherheit und Vertrauen und Dir ist es möglich eine positive Beziehung ihnen aufzubauen.

Tipp: Nutze das Wissen der Angehörigen! Sie kennen die pflegebedürftige Person oft schon seit vielen Jahren und können Dir wertvolle Einblicke in ihre Persönlichkeit und Vorgeschichte geben. Das hilft Dir, sie noch besser zu verstehen.

Angehörige zu Besuch

Welche typischen Kommunikationsfehler können mit Angehörigen in der häuslichen Pflege auftreten?

Kommt eine Pflegekraft in das neue, vorübergehende Zuhause, kann es aufgrund verschiedener Faktoren zu ganz typischen Kommunikationsfehlern zwischen der Pflegekraft und den Angehörigen kommen. Wenn Du diese kennst und Dir darüber bewusst bist, kannst Du sie vermeiden und so Deinen Pflegealltag verbessern. Gründe für Kommunikationsfehler können beispielsweise sein:

  • Sprachbarrieren
  • Kulturelle Unterschiede
  • Emotionale Belastung

Kommunikationsfehler können die Kommunikation zwischen Dir und den Angehörigen erschweren und dazu führen, dass ihr euch missversteht. Um mögliche Kommunikationsbarrieren zu überwinden, ist es wichtig, gezielte Maßnahmen in Deinen Pflegealltag zu integrieren. 

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So funktioniert die Kommunikation mit Angehörigen in der Pflege – Unsere Tipps

Unsere Kommunikations-Tipps können Dir helfen, eine empathische und respektvolle Kommunikation mit den Angehörigen der pflegebedürftigen Person zu erlernen. Im Folgenden haben wir für Dich die wichtigsten Tipps für die Angehörigenkommunikation in der Pflege zusammengefasst:

Tipp 1: Überwinde Sprachbarrieren

  • Sprachbarrieren können zu Kommunikationsfehler führen, da Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Dir und den Angehörigen Deiner zu versorgenden Person entstehen. Daher solltest Du bestehende Sprachbarrieren im Pflegealltag bestmöglich überwinden – dabei können Dir beispielsweise Übersetzungs-Apps helfen. Auch das Aufschreiben der wichtigsten Vokabeln für den Pflegealltag können Dir helfen.

Tipp 2: Erlerne die Grundlagen einer erfolgreichen Kommunikation

  • Zu den Grundlagen einer erfolgreichen Angehörigenkommunikation in der Pflege gehört es, stets freundlich zu bleiben, aufmerksam zuzuhören und nachzufragen, wenn etwas unklar ist. Ebenso wichtig ist es, respektvolle Wörter wie „Bitte“ und „Danke“ zu verwenden.

Tipp 3: Kulturelle Unterschiede direkt ansprechen

  • Angehörige von pflegebedürftigen Personen in Deutschland sind oftmals sehr direkt, das ist nicht unfreundlich, sondern Teil der deutschen Kultur. Sollten Dir weitere kulturelle Unterschiede auffallen, sprich sie einfach direkt an, frage nach und erkläre, dass Du es von zu Hause anders kennst.

Tipp 4: Achte auf eine transparente Kommunikation im Pflegealltag

  • Eine transparente Kommunikation mit den Angehörigen im Pflegealltag hilft Dir nicht nur dabei, Vertrauen aufzubauen, sondern gibt den Familien auch ein gutes Gefühl. Dazu gehört, regelmäßig über den Tagesablauf zu informieren, beispielsweise über Arztbesuche, Mahlzeiten, Besuche oder gemeinsame Spaziergänge und Rückmeldungen zum Zustand der pflegebedürftigen Person zu geben, etwa wie sie geschlafen oder was sie gegessen hat. Auch bei Unsicherheiten solltest du direkt nachfragen und positive Ereignisse klar benennen, damit die Kommunikation nicht nur bei auftretenden Problemen stattfindet. Zusätzlich kann es hilfreich sein, ein Pflegeheft zu führen, in dem du Notizen zu Essen, Medikamenten, Stimmung, Veränderungen und Arztbesuchen festhältst.

Tipp 5: Ruhig bleiben bei schwierigen Gesprächen

  • Solltest Du mal schwierige Gespräche mit Angehörigen führen müssen, versuche immer die Ruhe zu bewahren, selbst wenn Dein Gegenüber gestresst ist. Zudem solltest Du Kritik immer erstmal annehmen und darüber nachdenken – Probleme solltest Du immer vorsichtig ansprechen und im besten Fall schlägst Du gleich eine passende Lösung mit vor.

Eine gute Kommunikation mit Angehörigen als Schlüssel zu guter Zusammenarbeit

Das Erlernen einer guten Kommunikation macht Dir die Arbeit als Pflegekraft in Deutschland leichter und stressfreier. Zudem sorgt eine offene und transparente Kommunikation dafür, dass Missverständnisse vermieden werden, was die Pflegequalität sowie das Wohlbefinden aller Beteiligten verbessern kann. Die Grundlage einer guten Kommunikation zwischen Dir und den Angehörigen des Pflegebedürftigen bildet ein respektvoller, ehrlicher und freundlicher Umgang.

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Pflegekraft mit einer älteren Frau

Häufige Fragen zur Angehörigenkommunikation

Was sind die typischen Kommunikationsfehler mit Angehörigen?

Typische Kommunikationsfehler entstehen meist aufgrund von Sprachbarrieren, kulturellen Unterschieden sowie einer emotionalen Belastung.

Was sind die Grundlagen einer erfolgreichen Kommunikation im Pflegealltag?

Zu den Grundlagen einer erfolgreichen Angehörigenkommunikation im Pflegealltag zählen, dass Du immer freundlich bleibst, Deinem Gegenüber zuhörst, nachfragst bei Unklarheiten und respektvolle Wörter verwendest.

Welche Kommunikationsmodelle gibt es?

Zu den bekanntesten Kommunikationsmodellen in der Angehörigenkommunikation zählen das transaktionale Modell, das Sender-Empfänger-Modell und das Schulz von Thuns’s Vier-Seiten-Modell.

Quellen & weitere Informationen:

  • pflegenetzwerk-deutschland.de – Praxisdialog: Mehr Zufriedenheit durch gute Kommunikation mit Angehörigen
  • barmer.de – Kommunikation im Pflegealltag: die richtigen Worte und Gesten finden